Beckenbodengesundheit

Erkrankungen des Beckenbodens

Durch Öffnungen im Beckenboden verlassen Harnröhre, Scheide und Enddarm die Bauchhöhle. Diese Öffnungen können im Laufe des Lebens durch schwere körperliche Arbeit, chronischen Raucherhusten, Schwangerschaften und Geburten oder Nervenschädigungen (z.B. durch Zuckerkrankheit) geschwächt und überdehnt werden. In weiterer Folge treten Störungen in der Haltefunktion auf. Daraus resultieren unwillkürlicher Harn- oder Stuhlabgang oder es kommt zum Absinken von Harnblase, Gebärmutter, Scheide oder Darm (Senkungsbeschwerden; Uterus- oder Rectumprolaps).

Unwillkürlicher Harnverlust oder Stuhlinkontinenz sind immer noch sehr große Tabuthemen, welche oftmals mit großer Scham aufseiten der Patientin oder des Patienten einhergehen. Meistens ergibt sich daraus eine massive Einschränkung der Lebensqualität. Aufgrund der Tatsache, dass die Menschen immer älter werden, steigt auch die Anzahl der Betroffenen mit Harn- oder Stuhlinkontinenz. In der Literatur wird die Zahl der Betroffenen in der älteren Bevölkerung mit ca. 25 – 40% angegeben.

Es kostet sehr oft eine große Überwindung über diese Probleme zu sprechen oder sich in ärztliche Betreuung zu begeben. Gerne biete wir Ihnen an, falls Sie selber betroffen sind, in einer ungezwungenen und entspannten Atmosphäre über Ihre Beschwerden zu sprechen und dann eine entsprechende Abklärung oder Therapie einzuleiten.

Aufgrund meiner Ausbildungen im Bereich der Frauenheilkunde und der Allgemein- und Viszeralchirurgie kann ich meinen Patientinnen und Patienten eine kompetente Beratung, sowie Abklärung der Harninkontinenz, von Senkungsbeschwerden (Organprolaps) und Stuhlinkontinenz – exclusive der männlichen Harninkontinenz, welche einer urologische Beurteilung bedarf – anbieten.

Leistungsangebot

Abklärung Harnverlust & Senkungsbeschwerden

Abklärung von unfreiwilligem Harnverlust und Senkungsbeschwerden (Uterusprolaps) bei der Frau:

  • Gynäkologische Untersuchung mit Spiegeleinstellung
  • Gynäkologischer Ultraschall
  • Ultraschall der Harnröhre am Scheideneingang (Introitusultraschall)
  • Genaue Urogynäkologische Untersuchung und Patientenbefragung (Anamnese)

Therapie von Senkungsbeschwerden

Medikamentöse und operative Therapie von Senkungsbeschwerden bei der Frau

Therapie von Stuhlinkontinenz

Medikamentöse und operative Therapie von Stuhlinkontinenz bei Frau und Mann

Abklärung Stuhlverlust bei Mann und Frau

Abklärung von unfreiwilligem Stuhlverlust bei Mann und Frau:

  • Rectal digitale Untersuchung
  • Mastdarmspiegelung (Proktoskopie und Rectoskopie)
  • Abdomensonographie
  • Auf Wunsch auch weiterführende endoskopische Abklärung (Colonoskopie) möglich

Therapie von Harnverlust

Medikamentöse und operative Therapie von unfreiwilligem Harnverlust bei der Frau

Bio-feedback Beckenbodentraining

Bio-feedback Therapie zum Beckenbodentraining

Thema Beckenboden

Als Beckenboden werden verschiedene Muskeln und Gewebe bezeichnet, welche die Bauchhöhle nach unten begrenzen. Es werden dadurch die Beckenorgane (Harnblase, Scheide, Gebärmutter, Enddarm) in ihrer richtigen Position gehalten.

Störungen in der Haltfunktion werden als Harn- oder Stuhlinkontinenz in verschiedenen Formen bei den betroffenen Personen wahrgenommen:

Harninkontinenz

Unfreiwilliger Harnverlust („Harninkontinenz“) ist ein sehr weit verbreitetes Leiden. Wahrscheinlich sind jede vierte Frau im Laufe ihres Lebens von diesem Problem betroffen. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, an unfreiwilligem Harnverlust, im Volksmund oft auch als „Blasenschwäche“ bezeichnet, zu leiden. weiterlesen

Stuhlinkontinenz

Stuhlinkontinenz bedeutet unfreiwilliger Verlust von Darminhalt (Stuhl oder Wind). Die Betroffenen erreichen die Toilette nicht rechtzeitig oder bemerken die Verschmutzung ihrer Unterwäsche – ohne überhaupt Füllungsgefühl ihres Enddarms oder Entleerungsdrang verspürt zu haben. weiterlesen

Die Ursachen von unfreiwilligem Harnabgang sind vielfältig, viele davon lassen sich beheben. Oft aber schämen sich die Betroffenen und verheimlichen ihr Problem nicht nur vor ihren Partnern, sondern auch vor dem Arzt. Sie haben Angst, dass jemand ihr Problem bemerkt, dass jemand etwas riecht. Dies führt häufig zu einem Rückzug in die eigenen vier Wände